Wagner-Lesarten

Donnerstag, 14. September 2017

Concerto Köln hatte am Vormittag ins ZAMUS eingeladen, um Vertretern der Medien das Großprojekt „Wagner-Lesarten“ vorzustellen. Die Presse kam und brachte reichlich Interesse und Fragen mit, denn es ist schon ein echtes Wagnis, was hier geplant wird. Gemeinsam mit dem Dirigenten Kent Nagano, der eigens für diese Präsentation nach Köln gekommen war, will Concerto Köln sich Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ widmen und der Opernszene einen neuen, zukunftsweisenden Impuls geben.

Jochen Schäfsmeier (Geschäftsführer Concerto Köln), Dr. Kai Hinrich Müller (Wissenschaftliche Leitung), Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Kunststiftung NRW und Wissenschaftlicher Beirat des Projekts) und Kent Nagano (Gesamtleitung) präsentierten ihre Sicht auf die Idee, sich in historisch informierter Aufführungspraxis dem Wagnerschen Ring zu nähern.

50.000 Seiten Briefe und 40.000 Seiten Noten sind das zu bewältigende Erbe, das in seiner Fülle Segen und Fluch zugleich ist, denn allein die Suche nach werkbezogenen Originalaussagen des Komponisten ist eine Mammut-Aufgabe, so Kai Müller. Für Kent Nagano, der schon mehrfach mit dem Kölner Ensemble zusammen gearbeitet hat, ist Richard Wagner immer wieder neu eine Herausforderung. Auf inhaltlicher wie auf künstlerischer Ebene. Wagner-Lesarten basiert auf dem Wunsch Naganos, der Vorstellungskraft des Komponisten wieder ein wenig näher zu kommen. Er ist beeindruckt davon, wie aktiv das Orchester jetzt schon an dem Prozess partizipiert und die neue Annäherung an Wagner hat für ihn große Bedeutung. Hans-Joachim Wagner beschreibt die Vorzüge des Projektes mit der Verbindung zwischen Wissenschaft und künstlerischer Auseinandersetzung. Zwar steht als Auftakt ein Symposium auf dem Plan (am 29. September in Köln), dennoch ist die Beschäftigung der MusikerInnen schon jetzt nicht mehr aufzuhalten. Erste Recherchen im Bereich Instrumentarium laufen an, Workshops für neue Orchestermitglieder sind in Planung - schließlich muss die Stammbesetzung stark erweitert werden - und die Konzertplanung sieht auch schon so einige Wagner-Abende in der Kölner Philharmonie vor. Ziel ist natürlich Bayreuth, antwortet Jochen Schäfsmeier augenzwinkernd auf die Frage nach geeigneten Konzerthäusern für konzertante oder szenische Aufführungen des Rings im historischen Gewand.

„Meine Musik wird erst zu Musik wenn sie aufgeführt wird“, war schließlich Wagner eigenes Credo und so gilt es neben der intensiven Forschung auch intensiv nach weiteren Partnern und Förderern zu suchen. Einige gibt es schon. Allen voran die Kunststiftung NRW, daneben die Strecker-Stiftung, die Firma MBL und die Freunde von Concerto Köln. Und an Konzerthäusern, die den „neuen“ Wagner haben wollen, wird es dann auch nicht mangeln. Wagner-Lesarten ist das bisher größte Projekt von Concerto Köln und ist als work in progress für alle Beteiligten eine außergewöhnliche und spannende Herausforderung. 

Aktuelle Informationen findet man unter http://wagner-lesarten.de. 

 

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