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Termine

ZAMUS SPIELWIESE - TEIL II

Sonntag, 2. April 2017, 11:00 Uhr

Programm

Der Alte-Musik-Nachwuchs-Wettbewerb, 2. Teil

Mitwirkende

Der Grundgedanke ist ganz einfach: geben wir neuen Ensembles, jungen MusikerInnen eine Plattform. 2016 fand sie zum ersten Mal statt, die ZAMUS Spielwiese, und war gleich ein echter Erfolg. Und natürlich machen wir weiter…

 

Junge europäische Ensembles werden eingeladen, sich mit einem kurzen Video vorzustellen, und im Internet konnte das Publikum ein Votum für seinen Favoriten abgeben. Gemeinsam mit der Wertung einer Jury sorgen diese Votings dafür, schließlich sechs Ensembles/MusikerInnen auszuwählen, um im ZAMUS zu spielen.

 

Aber das Voting ist noch nicht beendet: Auch nach den Konzerten kann das Publikum noch mitentscheiden. Jede/r erhält zu Konzertbeginn einen Stimmzettel und kann abermals seinen Favoriten benennen. Zusammen mit dem Juryvoting wird eine GewinnerIn ermittelt, dert ein reguläres Konzert beim Kölner Fest für Alte Musik 2018 winkt. Wir sind sehr gespannt...

 

Veranstaltungsort

ZAMUS - Zentrum für Alte Musik Köln, Heliosstraße 15, 50825 Köln

Eintrittspreise

Eintritt frei!

Kalender 2017

CEMBALO & CEMBALESS

Samstag, 1. April 2017, 20:00 Uhr

Ein ebenso kontrastreiches wie spektakuläres Doppelkonzert: Er ist der jüngste unter den Shootingstars der neu erwachenden Cembaloszene. Justin Taylor hat in den vergangenen Jahren fast alle Preise und Auszeichnungen gewonnen, die man in der Alten Musik holen kann. Nach Köln kommt er mit einem Programm, das einen besonders würzigen Akzent auf die Frage nach den Hits setzt. Denn die hochchromatischen Kompositionen, die er ausgewählt hat, gehören zum Komplexesten, was in der Cembalomusik zu spielen ist. Dennoch haben gerade durch ihre harmonische Widerborstigkeit Stücke wie Bachs „Chromatische Fantasie“ oder Solers „Fandango“ eine ganz große Aufmerksamkeit erkämpft. Ganz anders hingegen das Repertoire des jungen Ensembles Cembaless, die ganz ohne Tasteninstrument auskommen, wenn sie in Passacaglien und Ciaconen schwelgen, die im immergleich forttanzenden Bassrhythmus nicht nur sofort zu Herzen, sondern auch in die beine gehen…


Justin Taylor begann im Alter von elf Jahren in seiner Heimatstadt Angers, Cembalo zu lernen. Seine Leidenschaft für dieses Instrument veranlasste ihn, sein Studium am CNSM von Paris fortzusetzen. Im Jahr 2015 beendete er sein Masterstudium Cembalo mit höchsten Auszeichnungen, und im selben Jahr gewann er den ersten Preis beim Musica Antiqua Wettbewerb in Brügge (Belgien), wo er auch den Publikumspreis, den Alpha-Preis (für eine Aufnahme unter diesem renommierten Label) und den European Union Baroque Orchestra Developing Trust Prize erhielt, der an den vielversprechendsten jungen europäischen Barockmusiker verliehen wird. Justin wird von der Safran-Stiftung unterstützt.

 

Das junge, internationale Ensemble Cembaless gründete sich im Jahr 2014 aus den sechs Konzertsolisten Shen-Ju Chang, Stefan Koim, Brendan O’Donnell, Annabell Opelt, Elisabeth von Stritzky und Robbert Vermeulen. Der Name CEMBALESS nimmt die für die heutige Aufführungspraxis ungewöhnliche Besetzung ohne Cembalo im Continuo auf. Im August 2015 gewann das Ensemble den Publikumspreis des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau. Es folgte der Publikumspreis bei ZAMUS Spielwiese im März 2016.

 

Foto: Jean-Baptiste Millot
 

 

ZAMUS SPIELWIESE - TEIL II

Sonntag, 2. April 2017, 11:00 Uhr

Die Grossen Romantiker

Sonntag, 2. April 2017, 15:00 Uhr

Frank Deleu (geb. 1952 in Menen, Belgien) erhielt sein Diplom für Glockenspiel von der belgischen Carillonschule in Mecheln. 1980 erhielt er den ersten Preis des internationalen Carillonwettbewerbs in Dijon, Frankreich. Deleu konzertiert in Europa und den USA und Canada und spielte für den belgischen, deutschen, französischen, polnischen und schwedischen Rundfunk und Fernsehen. Sein Konzert in Gdansk ist auf CD veröffentlicht worden. Er schreibt Artikel zum Carillonwesen und ist Mitglied mehrerer Komitees, die sich mit dem Carillon und mit musikwissenschaftlichen Themen befassen. Frank Deleu war Produktionsmanager bei VRT, Flämisches Radio und Fernsehen, Sender Klara und Intendant des VRT Philharmonischer Orchester und Chor. Er war Stadtcarillonneur in Kortrijk und Izegem und ist heute Stadtcarillonneur in Brügge, Damme und Menen. 2011 wurde er zum Vorsitzenden der Flämischen Glockenspiel Vereinigung gewählt.

Missa L'homme Armé

Sonntag, 2. April 2017, 20:00 Uhr

„Einen Mann in Waffen sollst du fürchten“, mahnt das Lied „L’homme armè“, das seit den Zeiten des hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England zu den beliebtesten und bekanntesten Melodien überhaupt gehörte. Aber das erklärt sicherlich nicht allein, warum zahlreiche Komponisten gerade dieses Lied als Cantus firmus in komplexen Messvertonungen zitiert haben. Ist das so, weil sie ihren Werken sozusagen einen „Antikriegscharakter“ einschreiben wollten, eine Anklage gegen eine Welt, die von mächtigen, brutalen Männern beherrscht wurde? Das phänomenale Vokalensemble Alamire vereint zwei der wichtigsten Messvertonungen, die sich auf das Lied über den „Mann in Waffen“ beziehen. Und die große feministische Autorin Jutta Heinrich redet dazu über eine Furcht, die heute nicht weniger aktuell ist als vor 700 Jahren.

 

Die Autorin Jutta Heinrich ist eine der wichtigsten Stimmen des deutschen Feminismus‘ und arbeitet in Werken wie „Das Geschlecht der Gedanken“ oder „Alles ist Körper“ an einer poetischen Philosophie der Gegenwartsgesellschaft.

 

Das Ensemble Alamire gehört seit zehn Jahren zu den wichtigsten Vocalconsorts der Welt. Zahlreiche Konzerte in Europa und den USA belegen ihren Erfolg ebenso wie CD-Einspielungen, die unter anderem mit dem renommierten Gramophone-Award für Alte Musik ausgezeichnet wurden. David Skinner unterrichtet Aufführungspraxis des Mittelalters und der Renaissance an der Universität von Cambridge.
 

Foto: Ensemble Alamire