"Krieg und Frieden" 2018

Liebe Freundinnen und Freunde der Alten Musik,

2018 jährt sich zum hundertsten Mal der Friedensschluss von Versailles, der dem Grauen des Ersten Weltkriegs ein Ende setzte, der aber auch den Keim eines weiteren Krieges in sich trug. Für uns, die wir unsere Arbeit an der Alten Musik und der Historischen Aufführungspraxis immer auch ebenso gesellschaftlich wie politisch verstehen, war das der Anlass, uns einmal grundsätzlich die Frage nach Krieg und Frieden in unserem Genre zu stellen. Das Ergebnis mag kaum überraschen: gewaltsame Auseinandersetzungen und die Hoffnung auf Frieden sind ganz wichtige Themen der Musik quer durch die Jahrhunderte. Und viele Geschichten dazu werden wir Ihnen in den Wochen unseres Festivals erzählen. Immer wieder wird es um das ebenso alte wie aktuelle Verhältnis zwischen Orient und Okzident gehen, von den Kreuzfahrkriegen bis hin zur gegenwärtigen Syrienkrise (wir freuen uns sehr, dass Adrian Schvarzstein seine Arbeit mit Flüchtlingen in unserem Festival fortsetzt). Aber auch der Unfrieden in ganz persönlichen Beziehungen ist immer wieder Thema, von Monteverdis Madrigalen bis zu Haydns Schottischen Liedern. Wir beschäftigen uns ausführlich mit dem Trauma des 30jährigen Krieges, malen die Utopie von Arkadien und lassen schließlich Kompositionen aus dem Jahr 1918 zu Wort kommen.

Bei all dem ist es uns eine große Freude, nicht nur Dame Emma Kirkby wieder im Festival begrüßen zu können, sondern gleich eine ganze Reihe von internationalen Stars, uva.Dorothee Oberlinger, Catherine Bott, Miriam Andersén, Jean Rondeau, Olga Pashchenko, Saad Mamoud Jawad, Lucile Richardot, Maria Jonas  und nicht zuletzt die fantastischen Musikerinnen aus dem Ukulele Orchestra of Great Britain.

Wir sehen uns in den Konzerten,
Ihr Thomas Höft

zum Programm

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Köln Bonn