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Ehrenfelder Salon

Per definitionem ist ein Salon ein repräsentativer Gesellschaftsraum, in dem der Gastgeber seine Gäste nicht nur begrüßt, sondern je nach Anlass auch bewirtet und unterhält. Hier wird philosophiert und musiziert, gelacht und manchmal auch getanzt.

Genau das soll auch im ZAMUS geschehen. Die Veranstalter laden ihre Gäste in ihren höchsteigenen Gesellschaftsraum ein, den großen Probensaal, um mit ihnen gemeinsam einen neugierigen Blick auf das zu werfen, worum es im ZAMUS geht: die Alte Musik. Dass diese alles andere als eine verstaubte Kunstform für Spezialisten ist, zeigen nicht nur die Titel der Salonkonzerte, das beweisen auch Format und Inhalt. Wenn etwa die Citoller Tanzgeiger den Brückenschlag zwischen Volksmusik und Klassik herstellen und ihr Publikum zum Tanz bitten, dann weiten sich innere Horizonte und werden Berührungsängste überwunden. Rechnen dürfen die Besucher stets mit Sinn und Sinnlichkeit und hochkarätiger Musik. Die Nähe zu den Künstlern im eher unkonventionellen Ambiente ist garantiert. Instrumentenkisten, Notenständer und eine zusammengeklappte Tischtennisplatte sind die Zeugen für das Leben der vielen Musiker, für die der große Probenraum ein Stück Zuhause geworden ist. Wer ein herkömmliches Konzerterlebnis erwartet, wird im Ehrenfelder Salon eher enttäuscht werden. Wer aber Musik liebt und sich gern auf etwas Neues einlässt, der ist hier genau richtig – und herzlich willkommen.