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From Classic to Romantic // Nachholtermin zamus Marathon

Samstag, 17. Oktober 2020 um 20:30

Als der begnadete Cembalobauer Bartolomeo Cristofori (1655 – 1731) um 1720 anstelle einer Cembalomechanik seine neu entwickelte Hammermechanik in eines seiner Instrumente einsetzte, löste er eine Entwicklung aus, die in den kommenden Jahrzehnten für völlig neue musikalische Möglichkeiten sorgte. Obgleich das Cembalo bis spät in das 18. Jahrhundert seine wichtige musikalische Rolle behielt, ebnete das Fortepiano der Generation der Bach Söhne und ihrer Zeitgenossen – wie etwa Johann Gottfried Müthel – den Weg zum musikalischen Stilwandel: Der sogenannte empfindsame Stil prägte den musikalischen Geschmack und führte letztlich zur Epoche der Klassik. Dazu gehörte auch, dass die strengen barocken Kontrapunktgesetze zwar nicht gänzlich verlassen wurden, doch zu Gunsten einer freien Entfaltung der Melodie in den Hintergrund traten. Die reichen dynamischen Nuancen und die technischen Möglichkeiten der Fortepiano Mechanik erlaubten nun eine Differenzierung, die denen der Melodieinstrumente und der menschlichen Stimme vergleichbar waren.

Das Hervorheben der melodischen Struktur spielte natürlich auch bei den Komponisten der romantischen Epoche eine exponierte Rolle. Während wir uns im heutigen Konzertleben daran gewöhnt haben, die barocken Werke auf sogenannten Originalinstrumenten zu hören, ist dieses klangliche Spektrum für die Werke der Romantik noch nicht in allen seinen Möglichkeiten entdeckt und in der Öffentlichkeit präsent. Unser Konzertbeitrag soll einen Eindruck davon geben, wie die heutige Hochschulausbildung auch diese faszinierenden Klangwelten berücksichtigt. Gleichzeitig bieten die originalen „Claviere“ der romantischen Komponisten bzw. geeignete Kopien klangliche Facetten, die dem modernen Konzertflügel mitunter überlegen sind, zumindest aber spannende Hörerlebnisse ermöglichen.
Prof. Gerald Hambitzer

Programm der Klasse Prof. Gerald Hambitzer

Johann Gottfried Müthel (1728-1788)
Sonate D-Dur für Traversflöte und Fortepiano
Adagio – Allegro ma non troppo – Cantabile

Sophia Aretz, Traversflöte (Klasse Prof. Leonhard Schelb)
Takahiko Sakamaki, Fortepiano (Klasse Prof. Gerald Hambitzer)

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Trio per Fortepiano, Violino e Violoncello Wq. 89 n. 5 e-Moll
Allegretto – Larghetto – Allegro

Arash Rokni, Fortepiano (Klasse Prof. Leonhard Schelb)
Ana Kamushadze, Barockvioline (Klasse Prof. Richard Gwilt)
Elke Mara Scholl, Barockvioloncello (Klasse Prof. Rainer Zipperling)

Franz Schubert (1797 – 1828)
Impromptu Nr. 2 in As – Dur op.142 (D935)

Takahiko Sakamaki, Fortepiano (Klasse Prof. Gerald Hambitzer)

Franz Schubert (1797 – 1828)
Allegro in a-Moll “Lebensstürme”, D 947,
Sonate für Fortepiano zu vier Händen

Takahiko Sakamaki, Fortepiano
Arash Rokni, Fortepiano

Eintritt frei!

Direkt vor dem Konzert um 18.30 Uhr, findet im Kammermusiksaal die Veranstaltung The Soul of English Music // Nachholtermin zamus Marathon statt.

Die Sitzplatzkapazität ist beschränkt, wir bitten daher um eine Anmeldung mit Name, Adresse und Telefonnummer unter info@zamus.de. Dies dient im Bedarfsfall der Kontaktpersonennachverfolgung in der anhaltenden Corona Pandemie. Während der kompletten Veranstaltung gilt die Maskenpflicht, auch am eigenen Sitzplatz.

Details

Datum:
Samstag, 17. Oktober 2020
Zeit:
20:30
Veranstaltung-Tags:
, , ,

Veranstaltungsort

Kammermusiksaal, Hochschule für Musik und Tanz, Köln
Unter Krahnenbäumen 87
Köln , Deutschland
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