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zamus: early music day // LIVE-STREAM // Mysteria Paschalia // PRISMA

Sonntag, 21. März 2021 um 18:00

Trinitatiskirche, 50676 Köln

zamus: early music day – marathon

So. 21.03.2021 11 -19 Uhr
Live-Stream aus der Trinitatiskirche Köln
Kostenlos über Youtube: https://youtu.be/LXP3KhMss9w

Das zamus feiert den internationalen Early Music Day, der zugleich der 336. Geburtstag von Johann Sebastian Bach ist, mit 5 Konzertprogrammen, die von 11 bis 19 Uhr live und kostenlos aus der Kölner Trinitatiskirche gestreamt werden.

18:00 Mysteria Paschalia – Eine alternative Passion
PRISMA

Ein Konzertprogramm des Dialogs zwischen Pessach und Ostern.

Dávid Budai – Viola da gamba
Franciska Anna Hajdu – Violine, Gesang
Elisabeth Champollion – Blockflöte
Alon Sariel – Laute und Ud

Da Leiden, Sterben und Auferstehung Christi laut den Aussagen des Neuen Testamentes in eine Pessachwoche fielen, bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Hauptfestes auch das christliche Osterdatum.
Aus dieser kalendarischen Nähe entwickelt PRISMA eine Konzertidee, die das Ensemble von traditioneller und Volksmusik aus Israel zu christlich-sakraler Musik nach Ägypten und Ungarn, und bis hin zu afroamerikanischen Gospels führt.

Im Judentum erinnert das Pessach Fest an die Sklaverei und den Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft – ein Fest der Freude und des Neubeginns.
In der christlichen Kultur verbindet man mit den Worten Ostern und Passion die Geschichte des Leiden Christi – und wahrscheinlich mit Johann Sebastian Bach, der uns in seinen Passionen unendlich berührt.
Doch brauchen wir die Religion heute noch, um diese Begriffe mit einer Vorstellung oder einem Inhalt zu füllen? Natürlich ist das Leiden nicht an die Person Jesus gebunden, so wie Freude, Aufbruch und Neuanfang nicht an das Wort Pessach.
Immerhin: Jede Kultur und Religion geht auf verschiedene Weise auf ihren religionshistorischen Quellen basierend mit diesem Gefühl und seinen universellen Auswirkungen auf den Menschen um, vor allem im 21. Jahrhundert. Ein Blick darauf lohnt sich. Auch in der Volksmusik und in traditionellen Melodien können wir althergebrachte Einflüsse identifizieren.

Genau hier beginnt das Ensemble PRISMA um den israelischen Lautenisten Alon Sariel mit einer musikalischen Gesamtschau auf Judentum, Christentum und auch auf die arabische Kultur. PRISMA gestaltet ein Konzertprogramm, um die Seelenlage des Menschen in der Musik zu erforschen. Wie können Stimmungen zwischen Tod und Erlösung, Unglück und Trost, Unfreiheit und Freude in der neugewonnenen Freiheit ausgedrückt werden? Wie kann dieses Mysterium in und durch die Musik aufgelöst werden?

Die „alternative Passion“ des jungen Originalklang-Ensembles führt in die Alte Musik, doch mehr noch in die traditionelle und Volksmusik und trennt sich damit zunehmend vom Religionsgedanken und möglichen patriarchalischen Vorstellungen dieser feststehenden Begriffe. Marienlieder aus Ungarn, der Gesang Miriams, die, so berichtet es die Tora, den Freudentanz und den Gesang der Frauen nach der Durchquerung des Schilfmeers anführt, hebräische Volkslieder über Freiheit und den Frühling und arabische-klassische Musik aus Ägypten werden zu einer Passions-/Pessach-Erfahrung der ganz anderen Art!

Mit einer Einführung zu den musikalischen Blöcken, gibt es Erklärungen zu den ausgewählten Werken durch die PRISMA-Ensemblemitglieder, die aufgrund ihrer internationalen Zusammensetzung prädestiniert für diese Programmidee sind: Alon Sariel aus Israel, die Deutsch-Französin Elisabeth Champollion sowie Franciska Anna Hajdu und Dávid Budai aus Ungarn.

Wo Leid ist, da ist auch meist die Freude über das Über-leben, das Über-stehen ganz nah. „O quam tu Pulchra es“ von Alessandro Grandi oder das Volkslied „Nitzanim Niru Ba’Aretz“ (aus dem während des Pessachfestes rezitierten Hohelied der Liebe) greifen diese Freude auf: Die Blumen entsprangen der Erde, die Zeit des Liedes ist gekommen. Der Beginn eines neuen Frühlings wird gefeiert.
Auch die Tradition des Gospelgesangs, wie z.B. „Let my people go“, auch wenn ursprünglich auf das Evangelium zurückzuführen, vermittelt uns musikalisch oft den freudigeren Umgang mit den Bibeltexten als es die klassischen Werke tun.
Und so betritt auch PRISMA Neuland mit den Rhythmen der jüdischen, christlichen, afroamerikanischen und arabischen Kultur.

Mit Musik von Alessandro Grandi, Giovanni Felice Sances, Johann Sebastian Bach; sowie israelische Volksmusik, Gospel-Spirituals, ungarische Marienlieder, klassische ägyptische Musik und von PRISMA

Details

Datum:
Sonntag, 21. März 2021
Zeit:
18:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Trinitatiskirche
Filzengraben 6
Köln, 50676 Deutschland
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