JEDER AUGENBLICK - EINE ENTSCHEIDUNG

Freitag, 8. März 2019


Ein Interview mit Davit Melkonyan und Evgeny Sviridov zur Neugründung des Orchēstra Kairos
SAMSTAG · 13.04.2019 · 21 Uhr · Minoritenkirche

Davit Melkonyan, wie kam es zur Grüdung des „Orchēstra Kairos“?

Davit Melkonyan Die Geschichte beginnt im Jahr 2016, als der russische Geiger Evgeny Sviridov nach Köln zog. Wir hatten uns bereits drei Jahre vorher bei den Thüringer Bachwochen kennengelernt, damals wohnte er aber noch in Sankt Petersburg. Nach und nach wuchs die Idee, gemeinsam mit unseren Freunden in Köln uns zur Orchesterstärke zu vergrößern. Wir haben uns regelmäßig getroffen und ausgetauscht. Im letzten Jahr stand schließlich der Kern des Ensembles fest: die Geiger Evgeny Sviridov, Anna Dmitrieva und Cécile Dorchêne, die Bratschistin Corina Golomoz, die Oboistin Lola Soulier und ich am Violoncello.

Was für ein Repertoire spielt ihr?

Evgeny Sviridov Wir wollen keine Grenzen setzen. Im Augenblick sind wir zwölf Musiker und spielen Werke des 18. Jahrhunderts, das hängt auch mit der Besetzung zusammen. Unser Ziel ist, die Besetzung und die Zeitspanne, die das Repertoire umfasst, noch auszuweiten.

Gibt es bestimmte Einflüsse auf eure Arbeitsweise?

DM Zwei Gestalten der historischen Aufführungspraxis möchte ich hervorheben, den Cellisten und Dirigenten Nikolaus Harnoncourt und den Oboisten und Musikwissenschaftler Bruce Haynes. Harnoncourts Wagemut und Leidenschaft, Haynes Forschergeist, ihre selbstlose Liebe zur Musik sind unsere Beispiele. Vor ungefähr sechzig Jahren empfand Harnoncourt, der als Cellist bei den Wiener Symphonikern unter Herbert von Karajan angestellt war, starkes Unbehagen – er war empört über die Art, wie gewisse Werke des 18. Jahrhunderts aufgeführt wurden. Auch der Betrieb der klassischen Musikszene missfiel ihm. Er wollte neue Wege gehen, Neues entdecken, der Routine entkommen. Es ist in erster Linie Harnoncourts Verdienst, dass die Aufführungen auf Originalinstrumenten zum festen Bestandteil des Konzertlebens geworden sind. Die Errungenschaft, dass die historische Aufführungspraxis heute etabliert ist, enthält aber auch die Gefahr der Routine, der alten Gewohnheit. Wir wollen im Geiste Harnoncourts neue Wege gehen.

Wie seid ihr zu dem Namen eures Orchesters gekommen?

ES Den Anstoß gab das posthum erschienene Buch The Pathetick Musician von Bruce Haynes. Haynes verwendet den Begriff Kairos.

DM Kairos bedeutet den günstigen Augenblick der Entscheidung und wurde in der Antike als Gottheit in den Olymp aufgenommen. In einer musikalischen Aufführung wird in jedem Augenblick eine Entscheidung getroffen – über die Gestalt des einzelnen Tons, der einzelnen Phrase, des ganzen Satzes. Von der Summe dieser einzelnen Entscheidungen hängt die Wirkung des Ganzen ab.

Beim Kölner Fest für Alte Musik werdet ihr euer erstes Konzert geben. Wie fühlt sich das an?

ES Aufregend. Wir haben ein Programm gewählt, das einerseits dem Rahmen des Marathons angepasst ist und uns andererseits die Möglichkeit bietet, die Stärken und Besonderheiten des Ensembles zu zeigen. Wir spielen ein Violinkonzert von Leclair, ein Doppelkonzert für zwei Violoncelli von Vivaldi, ein Concerto grosso von Händel und das dritte Brandenburgische Konzert von Bach. So veranschaulicht unser Programm die üppige Vielfalt der Gattung Concerto im 18. Jahrhundert. Wir freuen uns besonders, für unser erstes Konzert einen außerordentlichen Musiker, den Cellisten Christophe Coin, als Solisten gewonnen zu haben.

 

Am 13.04.2019 um 21 Uhr haben Sie die Chance die Premiere des Orchēstra Kairos in der Minoritenkirche im Rahmen des MUSIC. MY LOVE-MARATHON live zu erleben. Tickets

Zamus Blog

JEDER AUGENBLICK - EINE ENTSCHEIDUNG

Ein Interview mit Davit Melkonyan und Evgeny Sviridov zur Neugründung des Orchēstra Kairos

DIE VERSION VON BACH IST BESTIMMT GANZ AHNLICH GEWESEN

Ein Interview mit Thomas Neuhoff, Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln

Das Programm für unseren MUSIC. MY LOVE-Marathon ist online

Im ganzen Stadtzentrum wird an diesem Tag Alte Musik erklingen!

Ein neues Team stellt sich vor

Die Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. präsentiert ihr renommiertes Festival diesmal mit einem neuen Leitungsteam und vielen neuen Programmschwerpunkten.

Außergewöhnliches Bach-Projekt

Alte Musik und zeitgenössische Klangkunst im Kulturbunker Ehrenfeld

Krönender Festival-Abschluss in den BALLONI Hallen

6.700 Besucher beim Kölner Fest für Alte Musik

UKULELE GEFÄLLIG?

Gewinnen Sie beim Kölner Fest für Alte Musik eine echte Ukulele.

Musikjournalistischer Nachwuchs beim Festival

Drei junge Studentinnen der TU Dortmund bereichern das Festival mit ihrem frischen Blick auf die Konzerte.

Haydn, Fontane und Lady Hamilton im LIVESTREAM

Zum Europäischen Tag der Alten Musik am 21. März geht das Festival wieder online. 

Alte Musik im Hier und Jetzt

Die Schauspielerin Helene Grass zu Gast beim Kölner Fest für Alte Musik.

Grüße aus Amsterdam

Die Pianistin Olga Pashchenko hat uns eine Videobotschaft geschickt. Einfach zauberhaft! Für ihr Konzert am 18. März gibt es noch Karten...

LIVESTREAMS beim Kölner Fest für Alte Musik

Falls die Grippewelle Sie ereilt hat, Sie aber gern dabei wären: Zwei Konzerte gibt's im Internet! 

WIEN SPIELT AUF


Am Sonntag, den 18. März versteckt sich im üppigen Programm des Festivals ein besonderer Leckerbissen. Musik von Rossini, Hummel und Beethoven.

Adrian Schvarzstein inszeniert "Cupid & Death" - Videopost

"Love and death...all art is on that theme anyway", sagt Dame Emma Kirkby. 

Blogger Workshop - Mitreden erwünscht!

Konzertrezensionen im Blogger Style - ist das die Zukunft? Stefan Grondelaers erklärt, wie's geht. 

Zu Besuch bei Francesca Caccini - ein Videopost

Musiktheater im ZAMUS. Wir waren bei der Probe und wollten wissen, worum es dabei geht. 

Christophe Coin zu Besuch im ZAMUS

Christophe Coin und Davit Melkonyan begeben sich im ZAMUS auf eine "romantisch virtuose Spurensuche" und präsentieren musikhistorische Erkenntnisse und Musik von Bernhard Romberg.

Krieg und Frieden

2018 jährt sich zum hundertsten Mal der Friedensschluss von Versailles, der gleichzeitig zum Keim eines neuen Krieges wurde. Wenn das Kölner Fest für Alte Musik vom 10. – 25. März in seine neue Ausgabe startet, ist das Anlass genug, die Verarbeitung von Gewalt und die Hoffnung auf Frieden direkt aus früheren Zeiten sprechen zu lassen.

Neuwahl im ZAMUS

Neues Vorstandsmitglied im ZAMUS

Erstes Benefizkonzert der KGAM

Mit einer Versteigerung in der Alten Versteigerungshalle unterstützt das ZAMUS die Kölner Tafel

40 Jahre Sequentia

Sequentia zählt zu den innovativsten Ensembles für mittelalterliche Musik in Europa. Wie schön, dass das Ensemble vor 40 Jahren in Köln gegründet wurde! Benjamin Bagby im Video-Interview. 

Wagner-Lesarten

Concerto Köln gibt Auftakt für ein echtes Mammut-Projekt 

Jugendensemble Alte Musik - Workshop des LMR im ZAMUS

Der Landesmusikrat NRW veranstaltet diesen Herbst den zweiten Teil des Workshops "Jugendensemble Alte Musik" in den Räumen des ZAMUS. 

Sommerfest!

Im großen Probensaal und auf der Dachterrasse feiern wir den Sommer. 

Vorstand der KGAM e.V. lobt Festival

6.400 Besucher in Köln, 6.000 Konzertaufrufe online

Carmina Burana Heute

Nobert Rodenkirchen spricht über Minnelieder, Frühlings- und Protestgesänge

Spoiler alert! Wir verraten Details zu Musica Fugit

Wer lieber nicht erfahren möchte, was ihn erwartet, der sollte hier nicht weiterlesen! 

Die Zauberflöte einmal anders

Guildo Horn (hier im neuen Festival-Video): Idealbesetzung mit 'Naturburschen-Charme'

Festival feiert Europäischen Tag der Alten Musik

Live Übertragung aus der Kölner Trinitatiskirche - Florian Deuter spielt Solowerke von J.S.Bach 

„Wir legen einen Köder aus“: Georg Kroneis über Fetish Baroque

Warum es Sinn macht, die burleske Fetisch-Szene und die leidenschaftlich-kunstvolle Barockmusik zu kombinieren.

Vivaldi und Bach – Greatest Hits mit Mónica Waisman und Florian Deuter

Mónica Waisman und Florian Deuter spielen Barockvioline und haben gemeinsam das Ensemble Harmonie Universelle gegründet. Beim diesjährigen Kölner Fest für Alte Musik allerdings treten sie getrennt voneinander an und präsentieren zwei Facetten des Festivals, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Deutschlandlied? Das Pleyel Quartett spielt auf.

Es wird schon geprobt für die Konzerte beim Kölner Fest für Alte Musik. Das zweite Abendprogramm beim Kölner Fest für Alte Musik trägt den Titel „Deutschlandlied".

MIGRAR – Ein Workshop mit Zeit für Emotionen im Zentrum für Alte Musik

Für Adrian Schvarzstein ist Flucht ganz real. Und auch wenn die Flucht im Musiktheaterstück MUSICA FUGIT, das im März erneut in Köln-Ehrenfeld stattfindet, eine gespielte ist, so kann sie doch Gefühle wecken, die wir im Alltag gern verdrängen.

Tom Lohner in der Schule

„Ich würde da kein blau nehmen“, sagt Tom Lohner zu Luca und Julia und gibt ihnen Tipps zur Farbgestaltung das Sommers.

Norbert Rodenkirchen hoch zwei

Der Kölner Flötist Norbert Rodenkirchen ist Experte auf dem Gebiet der mittelalterlichen Musik. Immer wieder transkribiert er Musik aus alten Schriften und richtet sie neu ein, um sie heute zur Aufführung zu bringen.

Schon kurz vor 4. Advent und immer noch keine Geschenke?

Im ZAMUS gibt’s Konzerttickets und noch bis Heilig Abend ein besonderes Angebot. Weihnachtsaktion: bis zum 24. Dezember gibt es das Wahlabo „TOP TE...