Heliosgelände

Das ZAMUS befindet sich in einem der wichtigsten Industriedenkmäler der Stadt Köln, dem ehemaligen Werk der „Helios AG für elektrisches Licht und Telegraphenanlagenbau“. In diesem 1882 gegründeten Unternehmen wurde die Elektrifizierung der Stadt Köln betrieben. Obwohl die Pioniertaten auf dem Bereich der Elektrotechnik der Firma zunächst astronomische Gewinne und europaweite Bekanntheit einbrachten, gerieten die Werke schnell in eine existenzielle Krise. Schon 1905 wurden die Helioswerke durch die Berliner Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) übernommen. Und wenig später wurden in den Werkshallen Automobile hergestellt. Doch auch dieses Geschäft brach ein, weshalb die in „Rheinlandhallen“ umgetauften Werksräume seit 1928 als Austragungsort der Radsportveranstaltung „Sieben-Tage-Rennen“ vermarktet wurde. Heute steht dieser Gebäudekernbereich unter Denkmalschutz, und noch immer erinnert ein Leuchtturm, den die Helioswerke zu Test- und Werbezwecken errichten ließen, ohne dass er eine tatsächliche wegweisende Funktion auszuüben hatte, an den Ursprung des Betriebs als Elektrifizierungspionier.

Kalender 2019

MISSA PRO DEFUNCTIS

Freitag, 5. April 2019, 20:15 Uhr

Die beiden Ensembles „Musica Fiata“ und „Capella Ducale“ eröffnen unter der Leitung von Roland Wilson das KÖLNER FEST FÜR ALTE MUSIK. Mit der „Missa“ von Johann Rosenmüller präsentieren sie ein Werk, in dem italienische und deutsche Kompositionsweisen vereint sind. Die Harmonien aus dem 17. Jahrhundert kommen im Kölner Dom besonders gut zur Geltung.

Foto Roland Wilson / Fotograf Eberhard Zummach

ZAMUS NACHGEFRAGT

Samstag, 6. April 2019, 18:30 Uhr

In der Trinitatiskirche diskutieren Peter Wollny, Leiter des Bach-Archivs Leipzig, zusammen mit Norbert Bolin von der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Christoph Spering, dem künstlerischen Leiter des KÖLNER FEST FÜR ALTE MUSIK zum Thema “Copy – Paste bei Bach”. Der Eintritt ist frei.

KLAGT, KINDER, KLAGT ES ALLER WELT

Samstag, 6. April 2019, 20:00 Uhr

„Klagt, Kinder, klagt es aller Welt“ ist eine verschollene Trauerkantate von Johann Sebastian Bach. Sie ist für Bachs früheren Dienstherren Fürst Leopold von Anhalt-Köthen komponiert. Der Kammerchor des Bach-Vereins Köln führt sie zusammen mit dem Ensemble „Concerto con Anima“ unter Thomas Neuhoff in der Trinitatiskirche auf. Ein Abend voll berührend schlichter Musik!

Foto: Martin Füg

permutations/generations (PREMIERE)

Samstag, 6. April 2019, 22:00 Uhr

Bei diesem Konzert geht es ums Ganze oder vielmehr um den riesigen Bogen: Michael Niesemann, sein Sohn Pablo Giw und der Pianist Philip Zoubek schlagen ihn gemeinsam von der Barockoboe über viele Jahrhunderte hinweg bis zum Saxofon. Sie spielen freie Improvisationen in der Friedenskirche in Köln-Mülheim.

Foto: Pablo Giw / Fotograf Andreas Wohlgemuth