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Cappella Coloniensis

Tradition und Innovation – die Cappella Coloniensis


Sie ist die Urmutter der Orchester im Bereich der Alten Musik und galt jahrzehntelang als das große Flaggschiff der Kölner Musikszene: die Cappella Coloniensis. In den 50er Jahren, als es noch Pionierarbeit war und Spezialisten der historischen Aufführungspraxis rar, trat das Orchester in historischer Besetzung der Dresdner Hofkappelle dennoch gleich mit höchstem Qualitätsanspruch an. Nur auserlesene Musiker wurden als Mitglieder aufgenommen. An diesem Anspruch hat sich bis heute nichts verändert und auch wenn mittlerweile eine neue Generation guter Musiker herangewachsen ist, so stehen die erfahrenen Spieler immer noch als Garant für Qualität und Tradition. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Orchester zunehmend der Romantik verschrieben und legt einen klaren Schwerpunkt auf das Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts. Die erste komplette Wagner Oper auf historischen Instrumenten wurde 2004 von der Cappella produziert (Der fliegende Holländer) und das erfahrene Ensemble erntete dafür großes Lob. Seit 1997 arbeitet das Orchester mit dem Dirigenten Bruno Weil zusammen, der als zweiten Schwerpunkt die Interpretation der Werke von Joseph Haydn etabliert hat und dem Orchester gleich zu zwei ECHO Klassik Auszeichnungen verhalf. Das Studium der Urtexte und die Auseinandersetzung mit der Musikwissenschaft haben für den Dirigenten eine große Bedeutung und er hält sich gewissenhaft an historische Vorgaben zu Besetzung und Größe des Orchester. Die Cappella vereint Tradition mit jugendlichem Elan und beweist, dass zwischen beidem kein Widerspruch besteht.

Text: Christina v. Richthofen
 

www.cappella-coloniensis.de

Musiker der KGAM e.V.