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Ensemble Amarilli

Unendlicher Ideen-Quell: das Ensemble Amarilli

Es gibt Ensembles, da merkt man es gleich. Sie mögen sich, geben sich gegenseitig Energie und sprudeln über vor Ideen. Die meisten davon sind musikalischer Art aber manche gehen auch weit darüber hinaus. Das Ensemble Amarilli zieht keine Grenze zwischen alter und neuer Musik und möchte vor allem eins: Das Publikum gut unterhalten und über die Musik Kontakt mit Menschen herstellen. Das geschieht nicht nur durch Moderationen während der Konzerte, sondern vor allem durch leidenschaftlich erarbeitete Programme, von denen die Zuhörer sich gern in Bann ziehen lassen. Zwei wesentliche Merkmale zeichnen das Ensemble aus. Da ist zum einen die variantenreiche Besetzung, die von den vier Mitgliedern geboten wird. Mit Blockflöten, Traversflöten, Viola da Gamba, Cembalo und Gesang ist eine Palette an klanglichen Möglichkeiten geboten, die über das reine Quartettspiel hinaus geht. Alle vier im Ensemble Amarilli spielen verschiedene Instrumente und überraschen die Konzertbesucher mit virtuosen Wechseln. Philipp Spätling, auch als Solo-Blockflötist in großen Produktionen tätig, komponiert eigene Werke und die Mixtur dieser Stücke mit Werken der Alten Musik macht die zweite Besonderheit des Ensembles aus. Nicht zuletzt durch diese Kombination scheint der Ideen-Brunnen bei den Amarillis nicht zu versiegen und sie sind kaum aufzuhalten, wenn es darum geht, neue spannende Programme zu entwickeln. In der Alten Musik reicht die Bandbreite von Renaissance mit Block- und Traversflötenconsort zu instrumentaler und vokaler Musik des Hoch- und Spätbarock. Multimedial soll es werden in der Zukunft, elektronisch und improvisiert. Ein Weltraum-Programm schwebt im Raum und die historischen Instrumente dienen als Quelle der Inspiration. Offiziell gegründet wurde das Ensemble übrigens erst nach der ersten Konzertreise, die genau wie viele weitere Auftritte einfach so da war weil irgendetwas irgendwie funktioniert hat. Wahrscheinlich merken auch Veranstalter es einfach gleich. Dieses Ensemble hat Energie.

Text: Christina v. Richthofen
Foto: Phil Daub

Musiker der KGAM e.V.