Übersicht
Musiker

Marcolini Quartett

Inseln des Glücks – das Marcolini Quartett


Ausgerechnet der belgische Chocolatier Pierre Marcolini ist der Namensgeber für das 2005 in Köln gegründete Streichquartett. Was dafür spricht, dass Genuss und Sinnlichkeit verbindende Elemente in der Zusammenarbeit der vier Streicher sind. Auf ihren gemeinsamen Konzertreisen nach Brüssel trafen sie sich regelmäßig im Geschäft des Schokoladenweltmeisters. Allerdings nicht nur zum Genuss der Gaumenfreuden, sondern auch, um Pläne zu schmieden für ihre kammermusikalischen Ambitionen. Jörg Buschhaus, Frauke Pöhl, Stefan Schmidt und Martin Fritz wollten ihre in den namhaften Alte Musik Orchestern gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen in ein Streichquartett überführen und in der Kammermusik anwenden. Eigene Pläne machen, eigene Projektideen umsetzen und zeigen, dass Streichquartett nicht immer akademisch sein muss. Die Konzerte des Kölner Marcolini Quartetts CDs sprühen vor Spielwitz und Lebensfreude. Man hört und sieht, dass das Musizieren im Quartett für die vier gestandenen Orchesterspieler eine Insel des Glücks ist und dass es neben den musikalischen Gemeinsamkeiten und der geteilten Leidenschaft für belgische Pralinen auch eine starke menschliche Zuneigung gibt. Mit seiner Repertoireauswahl setzt das Marcolini Quartett ein klares Zeichen für große Ernsthaftigkeit. Neben den Klassikern des 18. und 19. Jahrhunderts will das Ensemble auch unbekannte Werke präsentieren und tut dies auf zwei CDs mit Quartetten von J.C. de Arriaga und F. Krommer. Lohnenswerte Entdeckungen der Streichquartettliteratur.

Text: Christina v. Richthofen
 

www.marcolini-quartett.de

 

Musiker der KGAM e.V.