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Birckenstaedt, Gela (Sopran)

Offenheit und Toleranz – die Sopranistin Gela Birckenstaedt

 

Mit wachem Geist und offenen Ohren geht Gela Birckenstaedt ihren künstlerischen Weg. Unabhängig von musikalischen Modeerscheinungen gibt sie ihrer glasklaren Stimme die Zeit und Ruhe, die sie zum Erreichen ihrer sängerischen Ziele benötigt. Persönliche Weiterentwicklung und Flexibilität bedeuten der Sopranistin weit mehr als das Festlegen auf Funktionen, Rollen und Partien, hinsichtlich derer sie sich in der Kunstszene manchmal mehr Offenheit und Toleranz wünscht. Zur Alten Musik kam Gela Birckenstaedt in jungen Jahren durch ein Schlüsselerlebnis. Es war die Oper Cleofide von Johann Adolf Hasse, in der eine Sängerriege rund um das Kölner Ensemble Cappella Coloniensis einen so betörenden Klang erzeugte, dass in Gela Birckenstaedt der Wunsch reifte, sich auf dieselbe Weise auszudrücken. Ohne Umschweife macht sie klar, dass Begabung allein nicht reicht, und dass man stetig an sich arbeiten und sich hinterfragen muss, um als Künstler seinen Platz in der Musikwelt zu finden und zu behaupten. Die beste Versicherung des Sängers ist eine gute Gesangstechnik, die Gela Birckenstaedt für mindestens genauso wichtig hält, wie das Talent. „Zuerst muss man die Stimme öffnen, um sie dann wieder reduzieren zu können“, so die Kölner Sopranistin, der das Singen Lebenselixier und Medizin für die Seele ist. Johann Sebastian Bach ist − neben Mozart − einer ihrer liebsten Wegbegleiter, und seine Kantaten zählen für die Sängerin zu den schönsten Werken der Gesangsliteratur. Dass Gela Birckenstaedt nicht nur solistisch, sondern auch im Kollektiv eine gute musikalische Partnerin ist, zeigt sie als ständiges Mitglied renommierter Profichöre, darunter der Amsterdam Baroque Choir unter Ton Koopman.

Text: Christina v. Richthofen

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