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Musiker

Kroneis, Georg (Viola da Gamba, Violone, Violoncello)

Leben ohne Berührungsängste – Georg Kroneis und die Familie der Gamben

 

Es ist schön, wenn ein Musiker seine Liebe zur Musik so völlig unverklärt beschreibt wie der Österreicher Georg Kroneis. Seine Eltern waren sangesfreudig, ohne Ehrgeiz oder gar Ambitionen für den Sohn zu hegen. Gesungene Musik gehörte zum Leben so wie Wandern, Essen und Trinken, und es war normal, dass man sich in Chören und im Familienkreis zum Singen traf. Das besondere Talent von Georg Kroneis zeigte sich erst nach seinem ganz persönlichen Entschluss, ein Instrument zu lernen. Orchestermitglied sein und gemeinsam im Ensemble musizieren – das faszinierte den damals bereits 17-jährigen jungen Mann. Seine Wahl fiel auf das Cello und obwohl er für die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Graz eigentlich schon zu alt war, eroberte er sich dort einen Platz und gab seinem Lebensweg damit eine Richtung. Wirklich festgelegt hat er sich aber nie. So vieles in der Welt erscheint dem mehrseitig begabten Georg Kroneis interessant und lernenswert. Deshalb entschließt er sich nach der Reifeprüfung auch zunächst für das Studium der Elektrotechnik. Könnte ein Leben als Toningenieur nicht auch ganz spannend sein? Währenddessen bringt sein musikalisches Talent ihn aber stetig weiter und macht ihn scheinbar mühelos zu dem, was er heute ist: Barockcellist, Gambist und Violone-Spieler, Feldenkrais-Pädagoge, Autor und Moderator. Georg Kroneis berührt mit seiner Musik und seinen Händen und ist mit seinem Latein ganz sicher noch nicht am Ende.


Text: Christina v. Richthofen

 

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