zamus: academy

Das Stipendienprogramm für Studierende

 

Die Kammermusik ist Herzstück des Musiklebens im 18. Jahrhundert — und gleichzeitig fordert und schult sie die Interpreten in besonderem Maße. Von klanglichen, stilistischen und interpretatorischen Fragen über Themen wie Intonation, Artikulation und Absprachen bis hin zur richtigen Balance zwischen Führen und Führen-Lassen: Ensemblespiel bedeutet, musikalisch, spielerisch und menschlich zusammenzufinden. In der Kammermusik und im gemeinsamen Musizieren die eigenen Fähigkeiten in ein großes Ganzes einzubringen und zu verbessern:
Das ist das zentrale Anliegen der zamus: academy.

 

Einmal pro Jahr werden in einem Bewerbungsverfahren Stipendiat:innen für die zamus: academy ausgewählt, in der sie Seite an Seite mit den Dozent:innen musizieren. Das gemeinsam erarbeitete Programm mit Kammermusik des 18. Jahrhunderts wird zum Abschluss der Arbeitsphase in einem Konzert des zamus: early music festival in Köln präsentiert. Dieses Cross-Playing-Modell ermöglicht den Stipendiat:innen neue, wertvolle Erfahrungen musikalischer Art wie auch in Hinblick auf Probenarbeit, Kommunikation in kreativen Prozessen und Vernetzung mit anderen Musiker:innen.
Clara Blessing © Sabrina Weniger

Prof. Clara Blessing © Sabrina Weniger

Das Zentrum für Alte Musik Köln (zamus) stellt die Probenräume, übernimmt Logiekosten und die finanzielle Unterstützung in Form eines Stipendiums für die Teilnehmenden.

Initiiert wurde das Projekt von den zamus-Mitgliedern Clara Blessing (Barockoboe) und Leonard Schelb (Travers- und Blockflöte), die solistisch, kammermusikalisch und im Orchester weltweit konzertieren und als Professoren an den Musikhochschulen in Köln, Düsseldorf, Würzburg und Trossingen unterrichten.

 

 

 

 

 

Prof. Leonard Schelb © Sonja Werner

Die nächste Ausschreibung der zamus: academy findet vorraussichtlich im Februar 2023 statt!

 

Die Dozent:innen (2022)

Leonard Schelb

… studierte Blockflöte und Traversflöte an den Musikhochschulen in Freiburg, Frankfurt und Basel bei Prof. Agnes Dorwarth, Michael Form, Prof. Marc Hantaȉ, Prof. Karl Kaiser und Prof. Michael Schneider.

Sein besonderes Interesse gilt der deutschen und französischen Barockmusik, die er mit tiefen Einblicken in die Quellenlage und durch sein großes Interesse an Satztechnik immer weiter zu differenzieren sucht.

 Engagements als Flötist und Solist bei bedeutenden Ensembles und Orchestern (z. B. Akamus Berlin, Freiburger Barock-Orchester, La Stagione Frankfurt, Bach-Orchester Mainz, Concerto Köln, Nuovo Aspetto mit Valer Sabadus) führten ihn zu Festivals und Konzertreihen in ganz Deutschland und Europa sowie Syrien.

 Leonard Schelb hat seit 2018 die Professur für Traversflöte an der HfMT Köln inne und lehrt auch an der RSH Düsseldorf. Seine bisherigen Einspielungen wurden von der Fachpresse mit Begeisterung aufgenommen.

 

Clara Blessing

… ist als Solistin, Kammermusikerin und im Orchester auf jeweils zeitgenössischem Instrumentarium von Barock bis zur Moderne tätig. Dabei musiziert sie als Solooboistin u.a. mit Concerto Köln und dem Köthener BachCollektiv, La Divina Armonia unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sir John Eliot Gardiner, Kent Nagano und Teodor Currentzis.

Als seinerzeit jüngstes Mitglied gehörte sie auf derselben Position dem European Union Baroque Orchestra an. Ihre Konzerte führen sie in Häuser wie Royal Albert Hall, Berliner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam und KKL Luzern.

Gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und Yehudi Menuhin „Live Music Now“, war sie von Christian Schneider und Michael Niesemann ausgebildet worden und legte ihr Konzertexamen an der Folkwang Universität der Künste Essen mit Auszeichnung ab.

Seit dem Sommersemester 2020 lehrt Clara Blessing als Professorin für historische Doppelrohrblattinstrumente an der Würzburger Musikhochschule, seit dem Wintersemester 2021 betreut sie zusätzlich die Studierenden an der Musikhochschule Trossingen. 

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