Lo desconcert

Sara Cubarsi: Barockvioline, Viola d’amore
Carles Marigó: Keyboards

Seit 2021 sind das Duo Lo Desconcert Artists in Residence des zamus: advanced Programms, ein Förderungsprogramm, dass jungen Künstler:innen und Ensembles vor allem in ihrer Gründungsphase bei finanziellen, künstlerischen und organisatorischen Schritten begleitet und unterstützt. In diesem Rahmen enstand dieser Videoclip über die künstlerische Arbeit von Lo Desconcert in der Rufffactory in Köln. Im Interview erzählt Sara außerdem, wie beide zur Alten Musik gefunden haben und was ihr Titel “Lo Desconcert” eigentlich bedeutet.

Carles Marigó und Sara Cubarsi lernten sich 2016 in Barcelona kennen. Sie begannen gemeinsam Beethovens Violinsonaten auf Darmsaiten und Fortepiano zu spielen und traten in Konzerten an der Escola Superior de Música de Catalunya, La Pedrera und Fundació SGAE auf. Derzeit ist Sara Mitglied des Ensemble Musikfabrik in Köln und studiert privat bei Prof. Richard Gwilt (Barockvioline, HfMT). Carles Marigó ist ein katalanischer Performer, Komponist, Improvisator, Arrangeur und Musikpädagoge und wirkt an vielen verschiedenen Projekten zwischen klassischer Musik, Alter Musik, Jazz, Funk, Volksmusik, Malerei und Theater mit, wobei er immer eine starke Beziehungen zwischen Performance, Kreativität und Improvisation in der Musik schafft.

 

Interview mit Lo Desconcert 

Was zeichnet euch als Ensemble aus?

Lo Desconcert: Wir sind beide eine Art „Performer-Composer-Hybrid“. Obwohl wir sehr an der historischen Aufführungspraxis interessiert sind, streben wir nicht nach historischer Genauigkeit im Klang.

Wie seid ihr zur Alten Musik gekommen?

Lo Desconcert: Wir interessieren uns beide sehr für Improvisation und Alte Musik, und als wir uns als Duo zusammenfanden, war klar, dass wir eine Vielzahl von verschiedenen Stilen kombinieren würden, die unserer gemeinsamen Kreativität den maximalen Raum zur Entfaltung geben.

 

Welche Ziele und Visionen habt ihr für eure nahe musikalische Zukunft?

Lo Desconcert: Wir brennen darauf, wieder aufzutreten und all die Ideen, die wir in der Zwischenzeit ausgeheckt haben, in die Praxis umzusetzen, sowohl als Konzertformate als auch als künstlerische Residenzen. Auch wollen wir mehr Material für Aufnahmen oder performative Projekte entwickeln.

 

Was erhofft ihr mit dem zamus: advanced Programm zu erreichen?

Lo Desconcert: Vor allem wollen wir mehr Werkzeuge entwickeln, um Festivals, das Publikum und Veranstalter zu erreichen. Das bedeutet für uns in der Lage zu sein, kurz und klar zu beschreiben, was wir eigentlich machen – was für uns schwierig ist…

Unser Name bedeutet “verwirren” und wir mögen es, unser Publikum zu desorientieren und zu verwirren, aber manchmal ist das vielleicht nicht so hilfreich für die Eigenwerbung. Auch hilft das zamus uns, einige Aufnahmen, Bilder, Präsentationsmaterialien usw. zu machen und verbindet uns mit neuen Leuten.