Sa, 14.11.26, 19:30–20:30 Uhr
Was mag ein „Barockmensch“ gefühlt haben, der Johann Sebastian Bachs Musik zum ersten Mal gehört hat? Wahrscheinlich etwas, das nicht so einfach rekonstruierbar ist. Aber Pearl Huang und Melchior Kupke wollen genau
das versuchen. Sie wissen: Unser Gehirn denkt multidirektional. Je mehr Ebenen und Bezüge zur Verfügung stehen, desto unkonventionellere neuronale Bahnen werden erzeugt. Deshalb rücken sie Bachs Musik in immer neue Kontexte: Was passiert, wenn seine Traverso-Sonate in e-Moll direkt auf die erschütternde Musik von Alban Berg folgt? Und könnte Sergei Rachmaninows Vocalise nicht den toten Bach verkörpern, der nicht mehr sprechen kann? Die Bewahrung einer lebenswerten Welt und der emotionalen Verbindung zu unserem kulturellen Erbe verschmelzen hier auf einmalige Weise.
Foto © Nai Hua ChuangBesetzung
Pearl Huang – Traverso, Flöte, Altflöte
Melchior Kupke – Cembalo, Klavier
Programm
Werke von u.a. Bach, Boismortier, Debussy und Rachmaninow sowie ein Stück der neuseeländischen Komponistin Helen Fishers in der Tradition der Māori